Bamberger Haus – München
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Bamberger Haus – München

München hat unzählige Restaurants zu bieten, und dieses Mal hat es uns ins Bamberger Haus verschlagen. Das Restaurant befindet sich am Luitpoldpark in einem 1912 errichteten Gebäude. Das Bamberger Haus beschreibt seine Küche folgendermaßen: „von Österreich nach Ungarn, vom Bodensee bis zur Adria“. Konnte uns das Restaurant überzeugen?

Das Essen

Brot & Aufstrich (7/10) – 2,90 €
Das hausgebackene Brot überzeugte ebenso wie der Meerrettichaufstrich. Das köstliche Kürbiskernöl machte einen hochwertigen Eindruck. Lecker, aber nichts, was das Bamberger Haus unbedingt abhebt.

Hierzu eine Anmerkung von mir: Es würde das gesamte Erlebnis etwas aufwerten, wenn Brot & Aufstrich, natürlich in einer kleineren Portionsgröße, als Amuse-Gueule serviert werden würden. Diese Anmerkung hat sich aber nicht auf die Punktevergabe ausgewirkt.

Zwiebelrostbraten (7,5/10) – 30,50 €
Ein solides Gericht mit gut gewürzten Bratkartoffeln. Die Portionsgröße war gut, und auch die Präsentation ansprechend. Das Fleisch war genau richtig gebraten, und die Qualität hat überzeugt. Geschmacklich war es lecker, aber nichts, das nachhaltig beeindruckt.

Ochsenbackerl (8/10) – 28,50 €
Das Fleisch hätte noch etwas weicher sein können, aber insgesamt war das Gericht stimmig. Die Rotweinsauce war intensiv, das Gemüse frisch und das Kartoffelpüree cremig. Auch hier eine ordentliche Portion. Geschmacklich überzeugend, aber auch hier nichts, was einem lange im Gedächtnis bleibt.

Kaiserschmarrn (7/10) – klein: 11,50 € / groß: 17,50 €
Hier gab es geteilte Meinungen. Mein Mann war begeistert, ich fand ihn eher durchschnittlich. Die Konsistenz war in Ordnung, aber die Zwetschgen waren etwas zu hart. Das Apfelkompott hingegen konnte punkten. Die Präsentation des Kaiserschmarrns war sehr gut.

Achtung: Man sollte etwas Zeit mitbringen, denn die Wartezeit war nicht ohne – allerdings ist das auf der Karte auch vermerkt.

Kaffee

Der Kaffee hier hat eine hohe Säure und eine starke Röstung. Wer seinen Kaffee lieber sanfter mag, sollte vielleicht eine Variante mit Milch wählen. Vielleicht hatten wir einfach Pech mit der Bohnencharge – für Kaffeeliebhaber mit Vorliebe für mildere Noten ist die stärkere Röstung aber möglicherweise gewöhnungsbedürftig.

Service

Hier gibt es nichts zu meckern: Der Service war wirklich top! Freundlich, aufmerksam und professionell. Die Bedienung war immer zur Stelle, ohne aufdringlich zu wirken.

Atmosphäre

Das Bamberger Haus hat sicherlich seinen Charme, vor allem im Sommer, wenn der Biergarten geöffnet hat. Innen fanden wir das Ambiente allerdings nicht so überzeugend. Der Innenraum wirkte etwas altbacken und könnte mit ein paar modernen Akzenten aufgepeppt werden, ohne den Charme des historischen Gebäudes zu verlieren. Bequemere Sitzgelegenheiten wären hier ein guter Anfang.

Fazit

Ein solider Besuch mit Licht und Schatten. Das Essen war gut, die Präsentation passte, und der Service war herausragend. Dennoch fehlte uns das gewisse Etwas, das Lust auf einen baldigen erneuten Besuch macht. Während der Service durchweg positiv auffiel, konnte das Essen zwar überzeugen, ließ aber das gewisse Etwas vermissen. Vielleicht lohnt sich ein Wiederkommen im Sommer, wenn der Biergarten geöffnet hat – für einen gemütlichen Abend im Innenraum wäre es für uns eher keine erste Wahl.

Mehr Restaurantbewertungen findest du hier: Restaurants Archive – Around and About

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