Das Mühlbach – Bad Füssing
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Das Mühlbach – Bad Füssing

Uns hat es mal wieder ins Wellness verschlagen – diesmal allerdings ohne meine Großeltern. Stattdessen ging es für uns nach Bad Füssing ins Das Mühlbach. Und wie immer möchten wir unsere Erfahrungen ganz ehrlich mit euch teilen.

Zimmer

Gebucht haben wir ein Chalet Studio inklusive 3/4 Pension für drei Nächte (zwei Personen) zum Preis von 1.440,00 €. Das Zimmer hat uns auf Anhieb richtig gut gefallen: modern, großzügig und vor allem ohne Teppichboden – stattdessen Holz und Fliesen, was ich persönlich immer als großen Pluspunkt empfinde.

Die Aufteilung war durchdacht, auch wenn nicht alles perfekt war. Die Toilette war separat abgetrennt, allerdings ohne eigenes Waschbecken, was ich etwas unpraktisch fand. Das Badezimmer selbst war offen gestaltet, also eher ein fließender Übergang mit Waschbecken und einer großen Regendusche, aber ohne klassische Tür.

Das Bett war nicht riesig, aber absolut ausreichend und vor allem bequem. Besonders positiv aufgefallen sind uns die Kissen – auf jeder Seite lagen gleich zwei, was ja nicht selbstverständlich ist. Insgesamt wirkte das Zimmer sehr wohnlich, auch durch die zusätzliche Couch, den kleinen Schreibtisch und den Balkon. Dort standen zwei Stühle und sogar ein kleiner Wäscheständer – perfekt, um Badekleidung zu trocknen.

Wichtig zu wissen: Das Hotel besteht aus mehreren Gebäudeteilen. Die Chalet Studios befinden sich im Neubau, während die Zimmer im Altbau etwas rustikaler sind. Die Bilder auf der Website sind aber tatsächlich realistisch und entsprechen dem, was man vor Ort bekommt.

Wellnessbereich

Der Wellnessbereich war für mich ganz klar das absolute Highlight – ich wäre am liebsten direkt wieder dort.

Da ich kein großer Saunagänger bin, kann ich zu diesem Bereich nicht viel sagen, aber laut anderen Gästen soll auch dieser sehr gut sein. Wir haben unsere Zeit stattdessen komplett in den verschiedenen Pools verbracht – und davon gibt es wirklich einige.

Besonders begeistert hat uns die sogenannte Landtherme. Hier gibt es einen 30 Meter langen Pool, der angenehm auf etwa 30 Grad beheizt ist. Ein kleiner Teil liegt im Innenbereich, der Großteil draußen, was gerade bei gutem Wetter einfach herrlich ist. Optisch ist das Ganze wirklich ein Traum, denn der Pool ist von einem Naturbadeteich umgeben.

In diesen habe ich mich allerdings nicht wirklich hineingetraut – ein kurzer Test mit dem Fuß hat gereicht, um festzustellen: definitiv zu kalt für mich. Rund um den Bereich gibt es aber viele schön angelegte Liegeflächen, teilweise sogar kleine Plattformen direkt am Wasser. Für mich war das einer dieser perfekten Wellnessmomente: Sonne im Gesicht, leises Wasserplätschern im Hintergrund und ein gutes Buch in der Hand.

Ein weiteres Highlight ist der Rooftop Thermalpool im Sky Spa im vierten Obergeschoss des Neubaus. Dieser ist auf etwa 37 Grad beheizt und bietet eine wirklich tolle Atmosphäre. Im Hochsommer wäre mir das wahrscheinlich etwas zu warm, aber bei knapp 19 Grad Außentemperatur und leichtem Wind war es einfach perfekt. Der Rooftop-Pool ist nicht riesig, aber dank der großen Auswahl an Pools, war es nie überfüllt.

Und selbst damit hört es noch nicht auf: Im Altbau gibt es zusätzlich noch weitere Pools, darunter auch einen Thermal Hot Pool. Insgesamt also wirklich ein Paradies für alle, die gerne Zeit im Wasser verbringen.

Kulinarik

Kommen wir zu dem Punkt, bei dem das Das Mühlbach für mich nicht ganz Punkten konnte: das Essen. Wobei ich direkt dazu sagen muss – das ist wirklich Kritik auf hohem Niveau.

In der 3/4 Pension waren wie üblich ein Frühstücksbuffet, ein kleines Mittags- und Kuchenbuffet sowie ein Abendessen enthalten. Getränke mussten extra bezahlt werden, wobei es im Wellnessbereich tagsüber kostenlos stilles Wasser und Tee gab.

Das Frühstück war insgesamt in Ordnung. Die Auswahl war absolut ausreichend und man wurde definitiv satt. Es gab verschiedene Brote und Semmeln, ein warmes Buffet mit Klassikern wie Bacon, Rührei oder Pancakes sowie Obst, Joghurt, Müsli und Aufschnitt. Auch Säfte waren vorhanden und man konnte sich sogar selbst frische Säfte pressen. Was mich allerdings etwas gestört hat: Es gab jeden Tag exakt das gleiche und das warme Essen war leider oft nur lauwarm oder sogar kalt.

Ähnlich war es beim Mittagsangebot. Die Gerichte – beispielsweise Cannelloni oder Käsespätzle – waren geschmacklich wirklich gut, aber auch hier war die Temperatur ein wiederkehrendes Thema. Das Kuchenbuffet hat sich von Tag zu Tag geschmacklich gesteigert, war für mich aber insgesamt kein Highlight.

Beim Abendessen zeigte sich ein gemischtes Bild. Der Start mit dem Salat- und Antipastibuffet war gelungen, ebenso die Vorspeisen, die geschmacklich wirklich überzeugt haben. Auch die Hauptgerichte waren solide, wenn auch nicht außergewöhnlich. Enttäuschend waren für mich allerdings die Desserts, denen es oft an Geschmack gefehlt hat.

Besonders aufgefallen ist mir der Sonntag, an dem alles in Buffetform angeboten wurde. Hier war nicht nur die Temperatur wieder ein Thema, sondern auch die Zusammenstellung der Speisen wirkte teilweise etwas beliebig. Ein Hirschgulasch war zum Beispiel geschmacklich gut, aber die angebotenen Beilagen passten für mein Empfinden nicht wirklich dazu.

Etwas irritierend fand ich auch die sogenannte Showküche. Es gab zwar täglich ein Gericht von dort, aber eine echte „Show“ im Sinne von Zubereitung vor den Gästen fand nicht statt. Das Essen war bereits vorbereitet und wurde eher angerichtet oder ausgegeben. Das ist grundsätzlich völlig in Ordnung, aber unter dem Begriff hatte ich mir einfach etwas anderes vorgestellt.

Die Bar

Ein Bereich, der uns dafür wieder absolut überzeugt hat, war die Bar. Ich bin mittlerweile ein Fan davon, jedem Urlaub einen „Drink des Trips“ zuzuordnen – und hier war es ganz klar der Pornstar Spritz. Eine Mischung aus Passionsfruchtlikör, Sekt, Vanille und Soda, die wirklich richtig gut war.

Generell war die Auswahl an Getränken, insbesondere an Gin, sehr groß und die Cocktails waren nicht nur lecker, sondern auch angenehm stark gemixt. Ein Besuch an der Bar lohnt sich also auf jeden Fall.

Fazit

Auch wenn mich das kulinarische Angebot nicht zu hundert Prozent überzeugt hat, würde ich das Das Mühlbach allein wegen des Wellnessbereichs jederzeit weiterempfehlen. Für einen entspannten Wellnesstrip ist das Hotel wirklich ideal.

Beim nächsten Mal würden wir vermutlich nur Frühstück buchen und das Abendessen flexibel à la carte wählen. Neben dem Hotelrestaurant gibt es nämlich auch noch weitere Optionen wie ein Sushi-Restaurant und den Kirchawirt.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass das Hotel eher auf Erwachsene ausgelegt ist. Mit Kindern würden wir es persönlich eher nicht wählen.

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